Marktfokus: Automobil
| 14:20 |
Herausforderungen und Lösungsansätze im Automobilmarkt Alexander Kocher, General Manager und VP Automotive Solutions, Wind River
Der Wunsch der Konsumenten nach nachhaltiger Mobilität, Faszination, Sicherheit und Individualität stehen starkem Zeitdruck, zu schwerfälliger Innovation und zu hohen Kosten auf Seite der OEMs gegenüber. Wie kann Software diese Diskrepanz überbrücken helfen? |
| 14:40 |
Die kommende ISO 26262 und ihre Bedeutung in der Zuliefererkette Stefan Kriso, Senior Project Manager, Robert Bosch GmbH
Voraussichtlich Mitte 2011 wird die ISO 26262 („Road Vehicles – Functional Safety“) veröffentlicht werden und damit den Stand der Technik in der Entwicklung der sicherheitsrelevanter Funktionen von Straßenfahrzeugen mitbestimmen. Die Norm liegt derzeit als „Draft International Standard“ (ISO/DIS 26262) öffentlich vor und kann somit zur Vorbereitung auf die Anforderungen der kommenden Norm genutzt werden, insbesondere da sie zur Verringerung unberechenbarer Produkthaftungsrisiken möglichst zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung bereits umgesetzt sein sollte. Die ISO 26262 berücksichtigt hier auch die speziellen Bedürfnisse der Automobilindustrie, zum Beispiel die Schnittstellen bei verteilter Entwicklung über mehrere Zuliefererebenen hinweg. Überträgt man einen Teil seiner Sicherheitsverantwortung an einen Zulieferer (beispielsweise als OEM an einen Tier1, aber auch als Tier1 an einen Tier2-Zulieferer), so hat man dennoch die Verantwortung für die funktionale Sicherheit des Gesamtsystems. Gefordert ist nun zum Beispiel eine explizite Zuweisung der Teilverantwortlichkeiten, eine Abstimmung der auszutauschenden Arbeitsergebnisse oder die Synchronisation der entsprechenden Planungsaktivitäten. Dies ist in einem so genannten „Development Interface Agreement“ (DIA) zu dokumentieren.
Der Vortrag geht darauf ein, wer möglicherweise von der ISO 26262 betroffen sein wird und wer nicht, in welchen Fällen ein solches DIA zur Anwendung kommen muss, welche wesentlichen Elemente es beinhaltet und worauf hier besonders geachtet werden muss. Außerdem wird beleuchtet, welche grundlegenden Anforderungen der jeweilige Zulieferer umzusetzen hat, um zukünftig sicherheits-relevante Automobilsysteme konform zur ISO 26262 entwickeln zu können. |
| 15:00 |
ISO 26262 Tool qualification: Introduction and Challenges Ignacio Garro, Head of IT PLM System & Software, Continental Automotive Systems Division
One of the most relevant innovations of the new ISO26262 standard is the one related to the qualification of Software Tools. Never before the Software Tools had been so clearly in the focus of a safety standard as it is now. But this challenge also opens new opportunities in the management of software tools and its configurations. Under this assumption, the presentation will give an introduction on the main steps of the tool classification and qualification process, setting special focus on practical points. |
| 15:20 | Kaffeepause und Ausstellungsbesuch |
| 16:00 |
Anleitung zur Werkzeugvalidierung Dr. Oscar Slotosch, Vorstand, Validas AG
Die ISO 26262 fordert in manchen Situationen Werkzeuge zu validieren. Dies kann mit einer geeigneten Validierungssuite erfolgen. Der wesentliche Teil der Validierung erfolgt durch Testen. Besonders schwierig ist das Testen bei Werkzeugen mit unendlich vielen Eingaben, da hier kein vollständiges Testen möglich ist. In dem Vortrag wird eine Methode vorgestellt mit der man solche Werkzeuge systematisch validieren kann. Dabei werden die den Eingaben nach benötigten Funktionen und Äquivalenzklassen partitioniert. Mittels parametrisierten Domänen spezifischen Sprachen lassen sich dann Tests spezifizieren und generieren, die das Werkzeug systematisch testen. Die Methode wurde von der Validas AG bereits mehrfach erfolgreich auf Werkzeugketten bestehend aus unterschiedlichen Code-Generatoren, Compilern und Target-Plattformen angewendet. |
| 16:20 |
Sichere offene Infotainment Plattformen in Fahrzeugen Dr. Marc Lindlbauer, Bereichsleiter, Secunet Security Networks AG
Infotainment Systeme in Fahrzeugen entwickeln sich mehr und mehr in Richtung offener Plattformen wie sie aus dem Smartphonebereich bekannt sind. Damit halten Cloud Services, 3rd Party Applikationen und beliebige Consumer Elektronik (CE) Geräte Einzug in Fahrzeuge. Die Kontrolle über die Kommunikationsinfrastruktur und die Applikationen im Fahrzeug verlagert sich somit vom Fahrzeughersteller zu neuen Anbietern von Internetzugängen und Applikationen. Damit wird das Fahrzeug zu einem potenziellen Ziel für bekannte Internetbedrohungen wie etwa Viren und Bot-Netz Angriffe. Wie dennoch eine kontrollierte Öffnung der ins Bordnetz eingebundenen Infotainment Systeme zum Internet hin möglich ist, ohne die Sicherheit der Fahrzeuge zu gefährden, zeigt der vorliegende Vortrag. |
| 16:40 |
"App store" in cars Franz Walkembach, Senior Product Manager, Wind River
Mobile devices have been fixed in functionality for quite a while. Meanwhile the world has changed. Mobile devices have become more powerful and end users got the ability to load applications onto the mobile device during operation. So why not provide an "App Store" for the infotainment device in the car?
A lot of OEM and Tier 1 in automotive are talking about this or do run projects to get first experience with this subject. Most of the companies underestimate however the effort behind the visible app store. Is the content in the "App Store" for free? Billing, cashing, ticketing and the business model are items which need to be clarified upfront when running an app store. Specifically for the automotive domain the question of quality, reliability and responsibility for the applications in the "App Store" needs to be addressed. End users do not expect that the infotainment system breaks because they did load an application from the "App Store". |
| 17:00-18:30 | Fingerfood & Networking |